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Lockangebote für Flugtickets wie „für 9,90 Euro in die Türkei“
sollen in der EU künftig unterbunden werden, so Focus online
http://www.focus.de in einer unlängst veröffentlichten Meldung. Derzeit
würden vor allem Billigflieger, aber zunehmend auch Linienflieger
Kunden mit Lockangeboten werben, die (laut ZDF http://www.heute.de)
„irreführend“ seien, weil die Kunden beim Buchen im Internet oft erst
ganz am Ende der Prozedur erführen, wie hoch der Flugpreis insgesamt
sei, heißt es weiter. Die EU-Kommission habe daher einen
Gesetzesvorschlag eingebracht, der vom Europaparlament in erster Lesung
gebilligt wurde und vorsieht, dass die einzelnen Bestandteile des
Ticketpreises künftig genau aufgeschlüsselt werden müssen. Zudem
sollten die Luftfahrtgesellschaften verpflichtet werden, in ihrer
Werbung die Gesamtkosten für ein Ticket anzugeben – also einschließlich
aller Abgaben wie Flughafengebühr, Steuern und Kerosinzuschlägen. Der Gesetzesvorstoß, hinter dem laut dem SPD-Abgeordneten Ulrich
Stockmann neben dem Parlament auch die Verkehrsminister der 27
EU-Staaten stünden, wird auch in der Reisebranche begrüßt. „Dieser
Gesetzesvorstoß war längst nötig“, bestätigt der Marktkenner Sattler, Marketingleiter des online-Billigflugportals
www.billig-flieger.de, das einen online-Preisvergleich zwischen den
Angeboten von über 70 Billigfliegern und mehr als 500 Linienfliegern
anbietet und auch die unmittelbare Buchung der Angebote ermöglicht. „Die ‚kreativen‘ Praktiken der Airlines machen es dem Verbraucher oft
unmöglich, wirklich zwischen den Angeboten der Wettbewerber zu
unterscheiden: Wer erst beim Einchecken erfährt, dass der Koffer, in
den er guten Glaubens die früher üblichen 20 Kilogramm gepackt hat,
fast 60 Euro zusätzlich kostet, hätte vielleicht einen anderen Anbieter
ausgewählt.“ Sein Unternehmen, dessen Geschäftszweck eigentlich die
Vermarktung günstiger Flugreisen sei, treibe einen erheblichen
zusätzlichen Aufwand, um die eigentliche Dienstleistung erbringen zu
können, weil die Kostendarstellung der verschiedenen Anbieter so
unterschiedlich ist. „Damit die Nutzer unseres Portals einen echten Preisvergleich vornehmen
können, weist www.billig-flieger.de nur konsolidierte Preise aus: Die
Anwendung addiert alle offen anfallenden Kosten wie Flugpreis, Steuern,
Kerosinzuschläge, Flughafen- und Sicherheitsgebühren. Bei Anbietern,
die ‚versteckte‘ Kosten ausweisen wie zum Beispiel für Fluggepäck, wird
zudem ein Durchschnittsgepäckstück mit in den Preis eingerechnet.
Selbst Aufschläge für Kreditkartenzahlung, die in dieser Branche oft
üblich sind, werden bei uns berücksichtigt“, so Satler, der überzeugt
davon ist, dass die einheitliche Darstellung der Flugpreise auch zu
einer größeren Transparenz, insgesamt niedrigeren Kosten und somit auch
mehr Dynamik im Reisemarkt führt.
„Wenn sich die Unternehmen zudem verpflichten, für die gleiche
Flugstrecke zu einem bestimmten Buchungszeitpunkt EU-weit denselben
Tarif anzubieten und zusätzliche Leistungen wie die Buchung einer
Reiserücktrittskostenversicherung auszuweisen, profitieren nicht nur
die Reisenden davon“, verspricht Satler: „Dann können z.B. auch wir den
real-time online-Preisevergleich mit geringerem Aufwand anbieten und
die Kostenvorteile durch eine niedrigere Servicekostenpauschale an
unsere Kunden weitergeben. Daher begrüßen wir die Gesetzesinitiative:
Schon die bisherige Liberalisierung der Luftfahrt in der EU hat zu
einer Verdopplung der Flugstrecken in der EU und stark gesunkenen
Preisen geführt – daher sind wir sicher, dass auch das Inkrafttreten
der neuen Regelungen positive Auswirkungen auf den Flugmarkt haben
wird“, so der Flugreisenvermittler Sattler.
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