|
Frankfurt (Reuters) - Pilotenstreiks haben am Montag große Teile des Regionalverkehrs der Lufthansa lahmgelegt. Bei
Deutschlands größter Airline fielen zu Wochenbeginn 641 Flüge aus, wie
eine Lufthansa-Sprecherin sagte. Das waren fast alle Flüge, die an
diesem Tag auf dem Flugplan der Lufthansa-Regionaltöchter CityLine und
Eurowings standen. Betroffen waren sämtliche Standorte in
Deutschland, darunter auch die beiden Lufthansa-Drehkreuze München und
Frankfurt. Tausende Passagiere mussten bei innerdeutschen Strecken auf
die Bahn ausweichen oder ihren Flug auf einen anderen Tag umbuchen.
Auch am Dienstagmorgen könne es vereinzelt noch zu Verspätungen kommen. Die
Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte ihre Mitglieder für
Montag zum Arbeitskampf aufgerufen. Nach monatelangen Lohn- und
Gehaltsverhandlungen bei den beiden Lufthansa-Töchtern hatten die
Piloten die Gespräche abgebrochen, weil eine "verhandlungsfähige"
Offerte des Managements aus ihrer Sicht ausgeblieben war. In einer
Urabstimmung hatte das in der VC organisierte Flugpersonal nahezu
geschlossen für einen unbefristeten Arbeitskampf votiert. Lufthansa
hatte den Piloten der CityLine zuletzt eine Gehaltserhöhung von drei
Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten geboten. Die
Eurowings-Piloten sollten mindestens einen Inflationsausgleich
erhalten. Das Flugpersonal bei CityLine und Eurowings verdient
teilweise deutlich weniger als die Kollegen bei der Lufthansa selbst. Bereits
in den vergangenen Wochen hatte die VC mehrmals mit Warnstreiks am
frühen Morgen den Regionalverkehr der Lufthansa durcheinandergebracht.
Die Ausstände, die auch die Billigflugtochter Germanwings betrafen,
dauerten jedoch jeweils nur mehrere Stunden. Quelle: reuters.de |