Lufthansa-Flieger starten fast pünktlich
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29. Juli 2008: Mit dem Beginn des Streiks sind die befürchteten Behinderungen zunächst ausgeblieben.
Die größte deutsche Airline konnte trotz des Ausstands ihren Flugplan
einhalten. Lange Warteschlangen an den Schaltern blieben aus. "Es gibt bisher keine streikbedingten Streichungen oder Verspätungen."
sagt der Lufthansa-Sprecher, Klaus Walther, am Montagnachmittag.
Allerdings müssten am Dienstag neun Maschinen außer Betrieb gesetzt
werden. Die Flugzeuge seien nicht gewartet worden und könnten deshalb
nicht wie geplant auf Europastrecken eingesetzt werden, teilte das
Unternehmen am Montagabend mit. Insgesamt hat Lufthansa mehr als 500
Flugzeuge.
Mehr als 4.000 Beschäftigte streikten
Am Montag streikten nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
mehr als 4.000 Lufthansa-Mitarbeiter bei der Frachttochter Cargo, der
Cateringtochter LSG und im Technikbetrieb. Neben den angekündigten
Aktionen auf den Flughäfen Frankfurt a. M. und Hamburg waren auch die
Flughäfen in Bremen, Köln, Hannover und Leipzig betroffen.
Ver.di gibt sich zufrieden und will nachlegen
Die Gewerkschaft ver.di erwartet Auswirkungen erst für die kommenden
Tage. "Die Auswirkungen werden sich vermutlich erst Ende der Woche
zeigen, Donnerstag oder Freitag", sagte auch Haucke Brockmann von der
Hamburger ver.di-Streikleitung. Bei der Wartung bestehe zunächst ein
Vorlauf.
Das Ziel sei nicht gewesen, die Flüge zu verhindern, sondern das
Unternehmen wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Und das werde auf
alle Fälle errreicht. Es sei sehr teuer, den Notfallplan der Lufthansa
umzusetzen, sagte Verhandlungsführer Erhard Ott. Schließlich müsste das
Catering von anderen Firmen gekauft und Flugzeuge in anderen Werften
gewartet werden. Analysten schätzen die Kosten für die Lufthansa auf
fünf Mio. Euro pro Tag. Ver.di kündigte an, am Dienstag auch die
Flughäfen Berlin-Tegel, Berlin-Schönefeld, Stuttgart und Nürnberg zu
bestreiken.
Lufthansa will weiter verhandeln
Lufthansa-Konzernsprecher Klaus Walther appellierte an ver.di, an den
Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Lufthansa sei gesprächsbereit.
Ver.di verlangte, dass zunächst ein verbessertes Angebot gemacht werden
müsste. Quelle: mdr.de Den ganzen Artikel lesen
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