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Bei der Lufthansa spricht man bereits von einem "schwarzen Tag für den Luftverkehrsstandort Deutschland". Die Regierung versuche mit untauglichen Mitteln Haushaltslöcher zu stopfen. "Einfach unfassbar, das spottet jeder wirtschaftlichen Vernunft", heißt es vom Bundesverband der deutschen Fluggesellschaften und verweist auf die Schäden von rund 190 Mill. Euro, die bereits nach dem Vulkanausbruch auf Island geschultert werden mussten. Bereits heute steuerten die Airlines in Deutschland rund 3,3 Mrd. Euro für die Infrastruktur- und Umweltkosten bei. Flughafen-Entgelte setzten bereits Anreize für den Einsatz umweltfreundlicher Flugzeuge. Mit zusätzlichen Belastungen erweise man dem Aufschwung einen Bärendienst. Bei Air Berlin spricht man davon, dass es "absolut unverständlich" sei, wie die Koalition die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts schädige. "Zu kurz gedacht", kommentiert Hans-Gustav Koch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reise-Verbands (DRV), die Abgabe. Solche Insellösungen, so Koch, seien aus mehreren Gründen kontraproduktiv: Zum einen führten sie zu Wettbewerbsverzerrungen sowohl innerhalb Europas als auch weltweit, da Flugpassagiere die preisgünstigste Flugverbindung mit den geringsten Abgaben wählen und damit Deutschlands Flughäfen umgehen würden. Fluggäste in grenznahen deutschen Regionen würden auf abgabefreie Flughäfen im benachbarten Ausland ausweichen, Umsteigegäste den Stop-over in Deutschland meiden und auf ausländische Fluggesellschaften ausweichen. Das führe am Ende zu Mindereinnahmen an deutschen Flughäfen und damit zu weniger Einnahmen für den deutschen Fiskus. Zugleich würden die Urlaubsflüge der Bundesbürger künstlich verteuert, argumentiert Koch weiter. Das könnte in der Folge fatale Auswirkungen für die Arbeitsplätze in der Tourismus-Branche, unter anderem bei Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern und Reisebüros haben. Statt den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, würden deutsche Anbieter massiv benachteiligt. In einem globalisierten Markt bringen Insellösungen für den jeweiligen Markt nur Nachteile. "Die Leidtragenden sind die Verbraucher. Das Fliegen und der Urlaub werden dann nicht mehr für Jedermann bezahlbar bleiben", befürchtet der Hauptgeschäftsführer des führenden Branchenverbands der Touristik.
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