Keine Fusion der Billigflieger TUIfly, Condor und Germanwings
29. September 2008: Condor zieht sich aus den Fusionsgesprächen
mit TUIfly und Germanwings zurück. Damit wäre der Weg frei für einen Verbund
von TUIfly und Air Berlin.
Die Fluggesellschaften
Condor, TUIfly und Germanwings werden nicht zusammengehen. Die
Muttergesellschaften TUI Travel und Thomas Cook erklärten am Montagmorgen, die
Condor-Muttergesellschaft habe sich von den dahingehenden Gespräche
zurückgezogen.
Diese Option habe sich als nicht attraktiv erwiesen,
erklärte die Thomas Cook Group. Condor sei ein starkes und profitables
Unternehmen mit beträchtlichem Potenzial als eigenständiger Anbieter.
TUI Travel erklärte, das Unternehmen prüfe jetzt die
weiteren Optionen für die deutschen Flugreiseaktivitäten und werde darüber zu
gegebener Zeit informieren.
Ende August hatten die
Reiseveranstalter bekannt gegeben, dass sie mit der Lufthansa über den
Zusammenschluss ihrer Tochtergesellschaften verhandeln. Doch in Branchenkreisen
hieß es seit Längerem, dass die Gespräche kaum vorankommen. TUIfly hatte zwar
zuvor schon weitergehende Einigkeit mit Germanwings erzielt, doch die
Dreier-Verhandlungen gestalteten sich schwierig. Knackpunkte waren nach
fvw-Informationen vor allem die Fragen, wie groß die Flotten für den Charter-
und den Low-Cost-Flug dimensioniert sein sollen, wer welche Auslastungsrisiken
übernimmt und ob der Verbund kartellrechtlich genehmigt werden könnte. Bei der
TUI in Hannover kam der Eindruck auf, dass vor allem Lufthansa in den
Gesprächen eher bremse.
Die TUI hatte deshalb bereits schon Gespräche mit Air
Berlin aufgenommen, um nicht allein auf die Lufthansa-Option angewiesen zu
sein. Zwar hatten Air Berlin und TUI in der Vergangenheit schon zweimal
erfolglos über eine Fusion verhandelt. Doch damals ging es um eine Übernahme
der Air Berlin, die die TUI ablehnte, weil sie keine zusätzlichen Schulden
übernehmen wollte.
Jetzt geht es dem Vernehmen nach darum, dass TUI und
Air Berlin ihre Flotten zusammenlegen, die TUI aber nur eine
Minderheitsbeteiligung an Air Berlin übernehmen könnte. Offensichtlich machen
die Gespräche rasche Fortschritte, sonst hätte Condor heute keinen Rückzieher
angekündigt. Die TUI könnte durch einen Deal mit Air Berlin ihre Probleme bei
TUIfly lösen. Vor allem das Liniengeschäft der ehemaligen HLX gilt als stark
defizitär.
Air Berlin wiederum, bei der nach einer
Phase starken Wachstums der Konsolidierungskurs greift, könnte die früher mit
Condor angestrebten Größenvorteile heben. Air Berlin und der TUIfly-Vorläufer
Hapagfly hatten früher sogar schon ein Code Sharing zur Vorbereitung eines
gemeinsamen Fugplans.
Condor
könnte nun theoretisch einen Zweierverbund mit Germanwings eingehen. Doch hier
ließen sich kaum zusätzliche Synergien heben, weil sich die Flugpläne, anders
als mit TUIfly, kaum überlappen. Außerdem hat Lufthansa kein stategisches
Interesse am Touristikflug und kann die restlichen Condor-Anteile im Frühjahr
2009 zu einem bereits festgelegten Preis von schätzungsweise 80 Mill. Euro an
Thomas Cook verkaufen.
06. Februar 2012: Ab heute bietet Lufthansa von Hamburg und Berlin täglich zusätzliche Flüge nach Budapest an. Im Sommer wird es täglich zwei Flüge ab Hamburg geben.
03. Februar 2012: germanwings bietet nun auch von Stuttgart nach Rijeka Billigflüge an. Die Flüge in die kroatische Hafenstadt sind ab 30. Juli 2012 bis zum 6. September 2012 buchbar