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07. Juni 2010: Damit ist easyJet weltweit die erste Fluggesellschaft, die AVOID erproben wird. Das System ist im wesentlichen ein Wetterradar für Asche.
Der britische Billigflieger easyJet wird seine Maschinen mit einem neu entwickelten Asche-Detektor ausrüsten, um künftig Flugbetriebsstörungen durch Vulkanaktivitäten zu minimieren.
Damit ist easyJet weltweit die erste Fluggesellschaft, die AVOID (Airborne Volcanic Object Identifier and Detector) erproben wird. Das System ist im Wesentlichen ein Wetterradar für Asche und wurde von Dr. Fred Prata vom Norwegischen Institut für Luft-Forschung (NILU) entwickelt. Das AVOID-System basiert auf einer Infrarot-Technologie, die auf Flugzeugen platziert wird. So können Bilder an die Piloten und an das Flugsteuerungszentrum der Airline geliefert werden.
Die Bilder ermöglichen es den Piloten, eine Aschewolke bereits aus 100 Kilometern Entfernung und in Höhen zwischen 5.000 und 50.000 Fuß zu erkennen. Der Pilot kann seine Flugroute so entsprechend anpassen und Aschewolken ausweichen. Das Konzept ähnelt Wetterradaren, die heute bei kommerziellen Fluggesellschaften zur Standardausrüstung gehören.
Auf dem Boden können die Informationen der mit AVOID-Technologie ausgestatteten Flugzeuge dazu genutzt werden, sich ein präzises Bild der Aschewolke durch Echtzeit-Daten zu machen. Dadurch können weite Bereiche des Luftraums zugänglich gemacht werden, die sonst während eines Vulkanausbruches geschlossen blieben.
Andy Harrison, Vorstandsvorsitzender von easyJet: "Diese bahnbrechende Technologie ist eine Wunderwaffe, die großflächigen Störungen durch Asche ein Ende setzen wird. Der Asche-Detektor wird es unseren Piloten ermöglichen, Aschewolken zu erkennen und ihnen auszuweichen, genauso wie Wetterradare und -karten Gewitter sichtbar machen." Dr. Fred Prata, Senior-Wissenschaftler am Norwegischen Institut für Luft-Forschung (NILU), fügt hinzu: "AVOID bereichert die Theorie über Vulkanaschewolken durch Echtzeit-Datenmaterial."
Auch Andrew Haines, Chef der britischen Behörde für Zivile Luftfahrt (Civil Aviation Authority, CAA), begrüßt diese Nachricht: "Es ist unerlässlich, dass die Luftfahrtbranche zusammenarbeitet, um Lösungen zur Störungsminimierung zu entwickeln, falls die Asche zurückkehrt."
Der erste Testflug wird von Airbus im Auftrag von easyJet in den nächsten zwei Monaten mit einem A340-Testflugzeug durchgeführt. Vorbehaltlich der Testergebnisse plant easyJet, die Technologie an eigenen Flugzeugen zu erproben. Ziel sei, genügend Flugzeuge damit auszustatten, um zukünftige Betriebsstörungen durch Asche zu minimieren.
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